Akademie für Sexualtherapie- Fortbildung als Chance
Die meisten Krankenkassen übernehmen derzeit keine Kosten für eine Sexualtherapie oder für Paartherapien. Deshalb bieten psychologische Psychotherapeut*innen mit Kassensitz in der Regel keine Sexualtherapie und keine Paartherapien an. Eine individuelle Sexualtherapie oder Paartherapie müssen die Klient*innen in der Regel ohne Unterstützung durch die Krankenversicherung selbst bezahlen.
Dazu sind nach unserer Erfahrung viele Klient*innen trotzdem bereit, einerseits, weil der Leidensdruck bei Problemen auf sexuellem Gebiet sehr hoch ist, andererseits, weil viele Menschen gar nicht möchten, dass in ihren Krankenakten sexuelle Störungsbilder gespeichert werden.
Deshalb kann Sexualtherapie ein interessantes Berufsfeld insbesondere für Therapeut*innen sein, die keine Möglichkeit haben, direkt mit Krankenkassen abzurechnen. Dazu gehören z.B. Absolvent*innen eines Psychologiestudiums, welche nicht die Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten absolvieren möchten oder dazu im Studium zu wenig ECTS-Punkte in Klinischer Psychologie erworben haben, und Angehörige anderer akademischer Berufe im sozialen Bereich, die eine Genehmigung zur Ausübung von Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz erworben haben. Vgl. dazu auch den Beitrag Berufsziel Sexualtherapeut.