{"id":2985,"date":"2023-05-04T17:54:15","date_gmt":"2023-05-04T15:54:15","guid":{"rendered":"https:\/\/akademie-sexualtherapie.de\/blog\/?page_id=2985"},"modified":"2025-11-22T18:08:14","modified_gmt":"2025-11-22T17:08:14","slug":"muendliche-pruefung-heilpraktiker-fuer-psychotherapie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/akademie-sexualtherapie.de\/blog\/muendliche-pruefung-heilpraktiker-fuer-psychotherapie\/","title":{"rendered":"M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker f\u00fcr Psychotherapie"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"2985\" class=\"elementor elementor-2985\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f2618be e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"f2618be\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-265c23f elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"265c23f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker  Psychotherapie<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1c41399 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"1c41399\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-16e94a5 e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"16e94a5\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-82c6845 elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"82c6845\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1170\" height=\"730\" src=\"https:\/\/akademie-sexualtherapie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/1-1-1170x730.png\" class=\"attachment-large size-large wp-image-2992\" alt=\"M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker f\u00fcr Psychotherapie\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a4344f5 e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"a4344f5\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-3639b3a elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"3639b3a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie &#8211; auf dieser Seite stellen wir aktuelle Pr\u00fcfungsprotokolle vor, die uns AKST-AbsolventInnen zur Verf\u00fcgung gestellt haben. Einen herzlichen Dank f\u00fcr Eure Unterst\u00fctzung!<\/p><p>Die AKST bietet f\u00fcr alle eigenen Absolvent*innen, aber auch f\u00fcr alle anderen Interessent*innen regelm\u00e4\u00dfig Kurse zur Pr\u00fcfungsvorbereitung inkl. Simulation der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung an. Wenn Ihr Euch daf\u00fcr interessiert, schreibt uns einfach eine kurze Mail und wir mailen Euch das aktuelle Kursangebot.<\/p><p>Die Pr\u00fcfung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Psychotherapie_(Heilpraktikergesetz)\">Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz<\/a> besteht aus einem schriftlichen und einem m\u00fcndlichen Teil.<\/p><p><a href=\"https:\/\/akademie-sexualtherapie.de\/blog\/pruefung-heilpraktiker-psychotherapie\/\">Pr\u00fcfungsfragen der schriftlichen Pr\u00fcfung<\/a> haben wir auf einer eigenen Seite zusammengestellt und kommentiert.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6915b6f e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"6915b6f\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e6eb237 e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"e6eb237\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-02c2785 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"02c2785\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Pr\u00fcfungsprotokoll Nr. 1 Saarland<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f495548 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f495548\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie Saarland<\/h3><ul><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Amts\u00e4rztin bittet um Vorstellung meiner Person und was ich mit dem HPP vorhabe<\/p><\/li><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Sie m\u00f6chte allgemein wissen, was ich gesetzlich beachten muss<\/p><ul><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Hier habe ich nachgefragt, weil ich mir unsicher war. Ich habe dann mit dem HeilprG angefangen, von der Berufsordnung (Pflichten) und den Patientenrechten gesprochen. Ich erinnere mich nicht an alles, sie hatte noch ein oder zwei Nachfragen, die ich beantwortet habe. Wichtig war Ihnen noch zu h\u00f6ren, dass wir nicht AM K\u00f6rper arbeiten d\u00fcrfen bzw. keine Untersuchungen und Behandlungen am K\u00f6rper durchf\u00fchren<\/p><\/li><\/ul><\/li><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Dann hat sie abgegeben an den Heilpraktiker.<\/p><\/li><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Dieser fragt, welche St\u00f6rungsbilder mir in meiner Praxis begegnen und was ich dann mache, wenn jemand zu mir kommt<\/p><ul><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Habe St\u00f6rungsbilder aufgez\u00e4hlt, mit denen ich zuvorderst zu rechnen habe und dass ich eine Anamnese mache, vor allem organisch und Medikamente ausschlie\u00dfen muss, Suizidgefahr, Substanzkonsum usw. und habe erkl\u00e4rt, was zum Psychopathologischen Befund geh\u00f6rt. Ich habe von mir aus Zwangseinweisung thematisiert<\/p><\/li><\/ul><\/li><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Er fragt nach meiner Traumaausbildung<\/p><ul><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">da habe ich gesagt, dass ich dort noch mehr Fobi br\u00e4uchte und aktuell, und ich dann nur stabilisierend arbeiten w\u00fcrde.<\/p><\/li><\/ul><\/li><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Ob ich begleitend t\u00e4tig werden w\u00fcrde:<\/p><ul><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">m\u00fcsste ich im Einzelfall und in Absprache mit Therapeutin besprechen, aber prinzipiell ja.<\/p><\/li><\/ul><\/li><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Da ich bereits in eigener Beratungspraxis arbeite: Wie ich an meine Klienten gekommen bin:<\/p><ul><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\"><span style=\"color: #000000;\">Internetauftritt und Empfehlung von Kollegen, die Wartezeit haben. Hier konnte ich au\u00dferdem auf regelm\u00e4\u00dfige Supervision und Netzwerk mit anderen Psychotherapeut*innen hinweisen<\/span><\/p><\/li><\/ul><\/li><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Frage der Psychotherapeutin: warum ich den HPP brauche, wenn ich ja schon eine Praxis habe?<\/p><ul><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Weil ich Menschen mit z.B. Depressionen nicht wegschicken m\u00f6chte und den sexuellen Funktionsst\u00f6rungen, denen ich mich schwerpunktm\u00e4\u00dfig widme, h\u00e4ufig auch andere neurotische St\u00f6rungen zugrunde liegen. (Was ich gerne noch gesagt h\u00e4tte, dass ja auch die F52 St\u00f6rungen mit Krankheitswert sind, die ich nur als Beraterin nicht behandeln darf. Das habe ich leider vergessen)<\/p><\/li><\/ul><\/li><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Frage ob ich alle Leute mit Depressionen behandeln w\u00fcrde?<\/p><ul><li dir=\"ltr\"><p dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Nein nur die leichte, es k\u00f6nnte ja sein, dass Medikamente notwendig sind etc. Habe dann zu den jeweiligen wichtigsten Krankheitsbildern (v.a. Depression, \u00c4ngste, sexuelle Funktionsst\u00f6rungen, Zw\u00e4nge etc.) noch ein bisschen was erz\u00e4hlt, was mir gerade eingefallen ist, aber das wollten sie so detailliert gar nicht wissen.<\/p><\/li><\/ul><\/li><\/ul><p dir=\"ltr\">Dann wurde ich rausgebeten und kurz darauf wieder reingerufen: Bestanden \ud83d\ude42<\/p><p dir=\"ltr\">Ich habe die Pr\u00fcfung als sehr fair und wohlwollend erlebt. Nicht irrelevant ist sicher, dass ich \u00fcber 10 Jahre Erfahrung in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen habe und bereits mehrere, teilweise jahrelange, therapeutische Weiterbildungen im Vorfeld. Dies wurde auch vom Heilpraktiker noch einmal hervorgehoben nach der Pr\u00fcfung)<\/p><h2>Pr\u00fcfungsprotokoll Nr. 2<\/h2><h3>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie<\/h3><p><strong>Fallbeispiel<\/strong><br \/>Eine 27-j\u00e4hrige Referendarin berichtet von starker M\u00fcdigkeit, Ersch\u00f6pfung, Unruhe, Schlafproblemen. Sie hat Schwierigkeiten den Arbeitsalltag zu meistern. Sie hat wenig Kraft, ist tags\u00fcber sehr oft abgelenkt und f\u00fchlt sich einfach nicht wohl. Sie hatte schon einmal so eine Situation und das war vor ihrer Abschlusspr\u00fcfung. Sie hat Angst davor, dass sie ihren Abschluss nicht schafft.<\/p><p>Weiter berichtet sie von k\u00f6rperlichen Symptomen. W\u00e4hrend eines Spaziergangs konnte sie auf einmal ihre Beine nicht mehr bewegen. Sie hat es dann noch geschafft, aber es hat dann noch circa zwei Tage gedauert, bis sie wieder richtig laufen konnte. An einem anderen Morgen ist sie aufgewacht und sie konnte nicht richtig sehen. Sie hat alles verschwommen gesehen und hat helle Lichtblitzer gesehen.<\/p><p><strong>Pr\u00fcfungsablauf<\/strong><br \/>Und jetzt ging es in die Diagnostik. Die Pr\u00fcferin wollte meine Verdachtsdiagnose wissen.<br \/>Ich habe berichtet, dass es sich um depressive Symptome handelt. Da hat sie dann auch gleich genickt und dann wollte sie noch von mir wissen, was ich mit ihr machen w\u00fcrde. Ich habe gesagt, dass ich sie zu einem Psychiater schicken w\u00fcrde, da sie ggf. medikament\u00f6s eingestellt werden muss. Die Pr\u00fcferin wollte nicht wissen, was die Kriterien einer Depression sind. Ich habe von selbst dann weitere differenzialdiagnostische \u00dcberlegungen gestellt und habe die Suizidalit\u00e4t abgefragt. Es hat ihr soweit alles gereicht. Sie wollte dann nur noch wissen, wie Antidepressiva funktionieren.<\/p><p>Im zweiten Teil des Fallbeispiels ging es um die Multiple Sklerose. Ich bin nicht sofort darauf gekommen. Tats\u00e4chlich fiel mir das schwer, aber ich habe gesagt, dass ich sie zu einem Neurologen schicken w\u00fcrde, und das fand sie super. Dann wollte sie noch bisschen von mir wissen, was ein Neurologe macht. Wie Neuroleptika funktionieren und was die bewirken.<\/p><p>Dann wurden nur einige Fragen zum Betreuungsrecht gestellt. Pers\u00f6nliche Fragen wurden nicht gestellt.<\/p><h2>Pr\u00fcfungsprotokoll Nr. 3 Hessen<\/h2><h3>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie\u00a0<\/h3><p><strong>Eine etwas ungew\u00f6hnliche Pr\u00fcfung- offensichtlich hatten sich die Pr\u00fcfer f\u00fcr eine m\u00fcndliche Pr\u00fcfung f\u00fcr den gro\u00dfen Heilpraktiker vorbereitet und dann spontan f\u00fcr die HP-Psych-Pr\u00fcfung improvisiert&#8230;<\/strong><\/p><p>Anwesend waren der Amtsarzt, ein Gesundheitsamt-Mitarbeiter aus dem Bereich &#8222;Fachberatung Psychosoziale Gesundheit&#8220; und eine &#8222;gro\u00dfe&#8220; Heilpraktikerin als Beisitzerin. Die Pr\u00fcfung wurde mit einem Diktierger\u00e4t aufgezeichnet. Ein Timer wurde auf 30 Minuten eingestellt.<\/p><p>Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es los. Die erste H\u00e4lfte des Gespr\u00e4chs wurde ich vom Amtsarzt mit Fragen \u00fcber das allgemeine Heilpraktikergesetz ausgefragt. Die Frage lautete sinngem\u00e4\u00df: &#8222;Was m\u00fcssen Sie als Heilpraktiker alles beachten?&#8220;. Ich kam ziemlich schnell auf den Trichter, dass er auf das &#8218;Gesetz \u00fcber die berufsm\u00e4\u00dfige Aus\u00fcbung der Heilkunde ohne Bestallung&#8216; hinauswollte. Selbstverst\u00e4ndlich habe ich mich auf diese Frage vorbereitet und mein Wissen wiedergegeben. Mit meiner Antwort war der Arzt zufrieden. Er wollte jedoch mehr (Ged\u00e4chtnisprotokoll: &#8222;Welche Voraussetzungen, Vorgaben oder Bestimmungen gibt es noch?&#8220;). Ich habe ihm daraufhin zun\u00e4chst die Voraussetzungen aufgez\u00e4hlt, die f\u00fcr die Erteilung der Erlaubnis erf\u00fcllt sein m\u00fcssen (Mindestalter von 25 Jahren, ein Hauptschulabschluss, &#8230;). Dann bin ich auf das Betreuungsgesetz und das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz eingegangen. Auch das war alles richtig, aber nicht exakt das, was der Arzt in dem Moment h\u00f6ren wollte. Nach mehreren Anl\u00e4ufen und Gedankenspr\u00fcngen habe ich schlussendlich meine aufsteigende Ahnungslosigkeit signalisiert. Der Arzt hat mich erl\u00f6st und mir gesagt, er h\u00e4tte von mir gerne das Infektionsschutz-, Medikamenten und Hebammengesetz zitiert bekommen. Gesetze, dich ich so explizit nicht gelernt hatte. In dem Moment habe ich mich kurz gefragt, ob ich versehentlich f\u00fcr den gro\u00dfen Heilpraktiker gepr\u00fcft werde.<\/p><p>Nach diesem holprigen Start folgte Teil 2 der \u00dcberpr\u00fcfung. Der Gesundheitsamt-Mitarbeiter, welcher fr\u00fcher als Psychiater beim lokalen Krankenhaus t\u00e4tig war, hat das Gespr\u00e4ch geleitet. Zun\u00e4chst sollte ich erl\u00e4utern, wie eine typische Anamnese abl\u00e4uft. Ich bin auf die Selbst-, Fremd- und Familienanamnese eingegangen. Beim Thema Familienanamnese wollte er Details zur genetischen Pr\u00e4disposition wissen, v.a. wie stark und in welchem Ausma\u00df die Gene auf die Krankheitsentwicklung einwirken (Stichwort: &#8222;Vulnerabilit\u00e4t-Stress-Modell&#8220;). In diesem Zusammenhang war es gut, dass ich wusste, welche St\u00f6rungsbilder mehr oder weniger stark genetisch beeinfluss werden. Im Zusammenhang von der Anamnese wurde auch der psychopathologische Befund abgefragt. Da ich zur Vorbereitung das AMDP-Manual durchgearbeitet hatte, war ich in dem Bereich ziemlich fit und konnte frei erz\u00e4hlen. Die Denkst\u00f6rungen wurden explizit abgefragt, inkl. welche St\u00f6rungen typischerweise bei welchen Krankheiten vorkommen. Irritiert war der Pr\u00fcfer allerdings, als ich behauptete, Zwangsgedanken z\u00e4hlten zu den inhaltlichen Denkst\u00f6rungen. Das h\u00e4tte an dem Tag schon jemand behauptet und er sei verwundert, da das &#8222;schlichtweg falsch&#8220; sei. Dar\u00fcber war dann wiederum ich irritiert. Wahn sollte ich dann n\u00e4her definieren und den Krankheitsbildern zuordnen. Danach gab es ein paar allgemeine Fragen zum Thema Demenz, insb. die Unterscheidung zw. Alzheimer-Demenz und vaskul\u00e4rer Demenz. Wir kamen bei der vaskul\u00e4ren Demenz auf die Rolle von TIAs (Transitorische isch\u00e4mische Attacken) zu sprechen. Er wollte wissen, welche Rolle sie bei der vaskul\u00e4ren Demenz spielen und wie lange eine TIA i.d.R. anh\u00e4lt (Antwort: max. 24 Stunden). In den letzten paar Minuten sind wir in psychiatrische Notf\u00e4lle und Psychopharmaka eingestiegen, u.a. Delir und Medikation bei affektiven St\u00f6rungen. Hier wurde ich erneut vor den Kopf gesto\u00dfen, als meine Aussage, eine depressive Episode im Rahmen einer bipolaren affektiven St\u00f6rung werde nicht mit Antidepressiva sondern Lithium (o.\u00e4.) behandelt, als &#8222;falsch&#8220; kommentiert wurde.<\/p><p>Dann hat der Wecker geklingelt. Das Diktierger\u00e4t wurde ausgeschaltet. Nach einer kurzen Beratungszeit wurde mir &#8211; unter Aussprache einer (nicht ganz ernstgemeinten) &#8222;Verwarnung&#8220; &#8211; das positive Ergebnis der \u00dcberpr\u00fcfung mitgeteilt. Man habe gemerkt, dass ich sehr auf das Thema Psychotherapie fokussiert gewesen war, ich jedoch Defizite bzgl. der HP-Gesetze und Vorgaben hatte.<\/p><p>Pers\u00f6nliche Einsch\u00e4tzung:<\/p><p>Die gesamte m\u00fcndliche \u00dcberpr\u00fcfung war r\u00fcckblickend echt schr\u00e4g und chaotisch. Ich habe ordentlich geschwitzt und f\u00fchlte mich teils hilflos und blo\u00dfgestellt. Dabei hatte ich mich mehrere Monate gewissenhaft auf die \u00dcberpr\u00fcfung vorbereitet und gemeinsam mit der AKST m\u00fcndliche \u00dcberpr\u00fcfungen rauf und runter simuliert. Selbst der Teil der \u00dcberpr\u00fcfung, der mein Fachwissen auf die Probe stellen sollte (Teil 2), wirkte seitens der Pr\u00fcfer unvorbereitet und unkoordiniert (vgl. Kommentare zu Zwangsgedanken und Medikation bei bipolarer affektiver St\u00f6rung). Ich pers\u00f6nlich h\u00e4tte mir ein Fallbeispiel gew\u00fcnscht, um mit meinem Fachwissen zu punkten, differenzialdiagnostisch zu argumentieren und mit den Experten auf Augenh\u00f6he zu sprechen.<\/p><p>Generell werden bei mir vor Ort im Gesundheitsamt wohl nicht so h\u00e4ufig HPP-\u00dcberpr\u00fcfungen durchgef\u00fchrt, was f\u00fcr mich eine Erkl\u00e4rung ist, warum auch die Pr\u00fcfer teils unbeholfen und unstrukturiert an die Sache rangegangen sind. Ich habe zur Vorbereitung auch keine Protokolle von anderen \u00dcberpr\u00fcfungen aus meinem Gesundheitsamt online gefunden.<\/p><p>\u00a0<\/p><h2>Pr\u00fcfungsprotokoll Nr. 4<\/h2><h3>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie Nordrhein-Westfalen<\/h3><p>Zuerst wurde ich durch die drei Pr\u00fcfer begr\u00fc\u00dft und um meinen Ausweis gebeten. Meine bisherigen Weiterbildungszertifikate hatte ich zur Sicherheit noch einmal in Kopie mit &#8211; die Pr\u00fcfer hatten sie aber bereits vorher von mir erhalten. Ich wurde gefragt, ob ich damit einverstanden bin, dass die Pr\u00fcfung aufgezeichnet wird.<\/p><p>Zuerst fragte mich der Psychiater, mit welchen St\u00f6rungen ich denn beabsichtige, in Zukunft zu arbeiten.<br \/>Dann fragte er mich, wie so ich \u00fcberhaupt Heilpraktikerin werden m\u00f6chte. Und was denn meine Pflichten w\u00e4ren. Was darf ein HP Psy nicht, was ein \u201egro\u00dfer\u201c HP darf?<\/p><p>Welche psychiatrischen Notf\u00e4lle ich kenne &#8211; und was ich denke, was am h\u00e4ufigsten davon vorkommt. Wie w\u00fcrde ich erkennen und vorgehen, wenn Suizalid\u00e4t vorliegt (Einweisung nach Psych KG) &#8211; welche M\u00f6glichkeit besteht noch, jemanden einzuweisen (Betreuung)<\/p><p>Er fragte, ob die anderen beiden noch Fragen h\u00e4tten &#8211; der Heilpraktiker fragte mich, was ich denn jetzt machen w\u00fcrde, wenn ich die Heilerlaubnis bekomme &#8211; ob ich in eigener Praxis arbeiten m\u00f6chte?<\/p><p>Mit dem Blick auf die Uhr und einem \u201eSie wissen ja alles!\u201c und Herzlichen Gl\u00fcckwunsch wurde ich entlassen.<\/p><p>Damit endete meine m\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie.<\/p><h2>Pr\u00fcfungsprotokoll Nr. 5<\/h2><h3>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie Berlin<\/h3><p><strong>Rahmen<\/strong><br \/>Ich war ca 10 Minuten vor dem angesetzen Termin dort. Es wurden einige Formalien im B\u00fcro gekl\u00e4rt. Nach einer Wartezeit wurde ich in den Pr\u00fcfungsraum gebeten.<br \/>Der Pr\u00fcfer war ein Facharzt f\u00fcr Psychatrie und die Beisitzerin war eine Heilpraktikerin f\u00fcr Psychotherapie. Die Pr\u00fcfung wurde aufgezeichnet.<\/p><p><strong>Rechtliche Fragen<\/strong><br \/>Die erste Frage in Berlin bezieht sich scheinbar immer auf rechtliche<br \/>Grundlagen \/ Rechtskunde. Die Gesetzeslagen sollte man detailliert (!) kennen, das ist hier wohl eine Besonderheit.<\/p><p><strong>1. Fall- Rechtliches<\/strong><br \/>Man zieht daf\u00fcr eine von drei Karten mit F\u00e4llen. Der Fall lautete sinngem\u00e4\u00df:<\/p><p>Ein Mann zersticht Autoreifen und Passanten rufen die<br \/>Polizei, die ihn in ein psychiatrisches Krankenhaus bringen. Er hat einen gesetzlichen Betreuer.<\/p><p>Frage dazu einleitend: Auf welcher gesetzlichen Grundlage geschieht dieses und was passiert genau?<br \/>Es ging einmal sehr ausf\u00fchrlich durchs PsychKG, die Rolle des SPDi, Berliner Krisendienst, Unterschiede zum Betreuungsrecht, wie der genaue Ablauf einer Unterbringung nach PsychKG ist, welche Personen beteiligt sind und wer genau die Unterbringung anregt und wer das Gutachten schreibt (nicht der Arzt, der Patienten<br \/>in Empfang nimmt &#8211; sondern immer ein unabh\u00e4ngiger Gutachter, teilweise vom SPDi!<\/p><p>Und die Frage, wer die Einweisung anfordert, hier hab ich ein bisschen<br \/>geschwommen, ich glaube auch der SPDi) welches Gesetz greift, wenn Gefahr im Verzug ist (Paragraf 34 StGB &#8211; rechtfertigender Notstand). Dann welche Alternativen es zur Betreuung noch gibt (Vollmacht) und was genau der Unterschied ist (im Prinzip kein gro\u00dfer, nur dass hier nicht gerichtlich bestellt wird). Frage war auch, wo die Grenzen der Vollmacht im Bereich Gesundheitsf\u00fcrsorge liegen. Hier war ich ein<br \/>bisschen ratlos. Mit Hilfe kam ich aber darauf, dass in Deutschland IMMER ein Gericht bei Freiheitsentzug (Grundgesetz!) entscheiden muss. Also muss auch hier ein Gutachten, Richter etc einbezogen werden, wenn es gegen den Willen des Vollmachtgebers geht.<\/p><p>Hier war auch die Frage welche Voraussetzung f\u00fcr eine Vollmacht gegeben sein muss (freier Wille).<\/p><p>Dann die Frage, was genau passiert, wenn Betreuungsgrund wegf\u00e4llt? Wer entscheidet und wie lange wird Betreuung festgelegt (7 Jahre, wusste ich nicht, ich dachte 2. Das legt der Richter aber immer<br \/>im ersten Verfahren fest und meist sind es 7 Jahre.)<\/p><p>Weiter ging es darum, wie man den Betroffenen nach der Unterbringung weiter betreuen w\u00fcrde und welche Rolle<br \/>der SPDi hier innehat (Vermittlung und Beratung- wichtig auch die erweiterte unabh\u00e4ngige Teilhabeberatung &#8211; was macht die? Hilft bei Wohnungssuche, Arbeitssuche, Integration nach Klinikaufenthalt)<\/p><p><strong>1. Fall- Differentialdiagnose<\/strong><br \/>Dann musste ich eine von drei Fallkarten ziehen zu inhaltlichen Fragen und Differentialdiagnose.<\/p><p>Eine 44- j\u00e4hrige Frau kommt zu mir. Sie hat diffuse Symptome (bekomme ich nicht mehr ganz zusammen, ich glaube unkonzentriert, fahrig, leidet unter \u00dcbelkeit, nachdem sie sich selbst aus der Klinik entlassen hat. Sie sei schon \u00fcber 40 mal in der Psychiatrie gewesen und das w\u00fcrde alles nichts bringen. Es k\u00f6nne so nicht weitergehen. Sie sei zudem zerfahren und man k\u00f6nne<br \/>dem Gespr\u00e4ch kaum folgen.<\/p><p>Was sind Ihre \u00dcberlegungen zur Diagnose und weitere Differentialdiagnostische \u00dcberlegungen?<\/p><p>Ich hatte 5 Minuten Zeit, mir Punkte und Fragen zu \u00fcberlegen. Ich bin alle F St\u00f6rungen durchgegangen.<\/p><ul><li>Erst Suizidalit\u00e4t abfragen &#8222;So kann es nicht mehr weitergehen&#8220; &#8211; was hei\u00dft das genau?<\/li><li>F0 &#8211; Delir, was muss ich dazu weiter erfragen? Was genau ist ein Delir, wo kommt das vor und was macht man in so einem Fall? Notfall, akute organische Psychose &#8211; reversibel- sofort ins Krankenhaus!<\/li><li>Weiter F1 &#8211; nimmt sie Drogen? Vielleicht hat sie auch Medikamente in der Klinik bekommen wie Benzos, die jetzt Entzugssymptome zeigen?<\/li><li>F2 &#8211; es k\u00f6nnte eine Schizophrenie sein, auch da so viele Klinikaufenthalte voraus gingen.Dann weitere Fragen: Was spricht daf\u00fcr? Denkzerfahrenheit. Was genau hei\u00dft das und wie sieht das im schlimmsten Fall aus (Wortsalat ohne jeglichen Sinn).Was m\u00fcsste bei einer Schizophrenie noch vorliegen? Wie sind die Zeitkriterien? Wie therapiert man hier? Darf ein HP Psych hier ran?<\/li><li>F3: Bipolare affektive St\u00f6rung kommt in Frage, was m\u00fcsste ich hier Fragen, was sind Zeitkriterien f\u00fcr depressive und manische Episode, was sind Symptome? Wie therapiert man bei Depression? Was ist das wichtigste Ziel bei der Therapie bei Depressionen? Wieder in die Aktivit\u00e4t kommen und soziales Netzwerk aktivieren.<br \/>Sport machen- Bindungen schaffen. Selbstwert stabilisieren.<\/li><li>Da die Zeit schon fortgeschritten war, fragte er noch, was weiter wahrscheinlich sein k\u00f6nnte mit Blick auf die lange Krankengeschichte. Darauf haben wir noch kurz PS<br \/>angeschaut. Hier m\u00f6glich die emotional instabile PS Borderline Typ. Wie therapiert man hier? DBT erkl\u00e4rt und wie wichtig Krisenvorsorgeplan ist. Und welche andere Form von Emotional instabiler PS es noch gibt und was dort im Vordergrund steht<br \/>(Aggressionen).<\/li><\/ul><p>Was es nun war, wurde gar nicht thematisiert. Mein Verdacht ging in Richtung Schizophrenie, wegen der vielen Klinikaufenthalte in der Geschichte. Das war es auch im Prinzip.<\/p><p>Mein Fazit:<br \/>Ich muss sagen, dass die vorherigen Protokolle\u00a0 super hilfreich waren. Das Prinzip bleibt immer gleich. Alle rechtlichen Aspekte draufhaben und die wichtigsten Kriterien der am h\u00e4ufigsten vorkommenden psychischen St\u00f6rungen und die passenden Therapien. Wobei ich wenig nach Medikationen gefragt wurde. Kann aber Zufall sein. Die F\u00e4lle variieren zwar, aber da die F\u00e4lle so unspezifisch sind, muss man<br \/>eh fast alle St\u00f6rungen einmal durchgehen k\u00f6nnen, allerdings ohne ganz pingelige Details (da eher bei rechtlichen Fragen alles drauf haben!)<\/p><p>Sowei meine Tipps f\u00fcr die m\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie.<\/p><h2>Pr\u00fcfungsprotokoll Nr. 6<\/h2><h3>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie Sachsen\/L\u00f6bau<\/h3><p><strong>Anwesende:<\/strong><br \/>Amts\u00e4rztin, Heilpraktiker und eine Protokollantin<br \/>Die Stimmung war sehr freundlich und entspannt. Vorher im Wartezimmer wurden meine Daten abgeglichen und ich wurde aufgekl\u00e4rt, wer alles in der Pr\u00fcfung sitzen wird. Als ich das Zimmer dann betrat wurde ich sehr freundlich begr\u00fc\u00dft. Ich wurde gefragt, ob ich mich in der Lage f\u00fchle, die Pr\u00fcfung abzulegen. Dann wurde mir erkl\u00e4rt, dass der anwesende Heilpraktiker in ein Rollenspiel mit mir gehen wird, in dem ich zeigen soll, wie ich ein Erstgespr\u00e4ch f\u00fchre.<br \/>Sie fragten, ob ich mir vorher eine Struktur aufschreiben will. Blatt und Stift sowie ein Glas Wasser standen bereit. Ich hatte zwei Minuten Zeit, mir etwas aufzuschreiben, was ich auch tat. Es wurden mir die Eckpunkte des Falls gegeben.<\/p><p><strong>Fallgeschichte<\/strong><\/p><p>Ein 54-J\u00e4hriger Mann hatte vor 4 Jahren ein Nierenkarzinom und wurde operiert. Danach war alles gut. Vor einiger Zeit hat er \u00c4ngste<br \/>entwickelt, dass das Karzinom rezidiviert. Ihn plagen gro\u00dfe \u00c4ngste, er war schon bei vielen \u00c4rzten. Alle meinten, dass ihm nichts fehlt. Sein Bruder hat ihm dann gesagt, er soll sich psychologische Hilfe suchen.<\/p><p>Ich stelle mich zuallererst dem Patienten vor und fragte ihn, ob er gut in die Praxis gefunden hat. Danach erkl\u00e4rte ich ihm den Ablauf des Gespr\u00e4chs und bat ihn, dass er mir erst noch einmal erz\u00e4hlt, warum er bei mir sei.<br \/>Danach ging ich in den strukturierten Teil \u00fcber und startete mit der Anamnese und kl\u00e4rte ab:<br \/><em>Zeitkriterium:<\/em>\u00a0Seit wann hat er diese Sorgen? &#8211; seit Jahren.<br \/><em>Vorerkrankungen:<\/em>\u00a0Gibt es weitere Erkrankungen? &#8211; nein.<br \/><em>Ausl\u00f6ser:<\/em>\u00a0Gab es einen bestimmten Ausl\u00f6ser f\u00fcr seine Sorgen? &#8211; Er meinte dann, dass er ja wei\u00df, dass nach einer bestimmten Zeit der Krebs zur\u00fcck kommen kann und ab da an hatte er diese<br \/>\u00c4ngste und Gedanken daran.<br \/><em>Notfall:<\/em>\u00a0Bewusstsein, Orientierung, Konzentration\/Aufmerksamkeit und Ged\u00e4chtnis. o.B.<br \/><em>Suizidalit\u00e4t:<\/em>\u00a0Ich kl\u00e4rte auch gleich zu Beginn die Suizidalit\u00e4t ab, von der er sich glaubhaft distanzieren konnte, da er ja f\u00fcr seine Mutter da sein muss, die er pflegt.<br \/><em>Organisches:<\/em>\u00a0Hier wusste ich bereits, dass er bei vielen \u00c4rzten war. Ich frage nochmal, bei welchen genau. Er nannte mir alle. Ich sagte dann zu ihm, dass er mir bitte das n\u00e4chste Mal die Befunde mitbringt, was er mit best\u00e4tigte.<br \/><em>Substanzen<\/em>: kaum Alkohol, schmeckt ihm nicht. Viele hom\u00f6opathische Medikamente und Salben f\u00fcr die OP-Narbe. Konnte mir nicht alles nennen, hier bat ich ihn, mir das n\u00e4chste Mal eine Liste<br \/>mitzubringen, was er alles einnimmt. Er willigte ein. Au\u00dferdem meinte er, er nimmt CDL, als ich nach Cannabis fragte. Da meinte ich dann, meinen Sie CBD. Er so, nein CDL. Das sagte mir<br \/>nichts, habe es aber \u00fcberspielt. Er nannte mir dann den Anteil von THC. Ich fragte ihn dann, woher er es hat. Er meinte Internet. Ich sagte dann, er soll es mir auch das n\u00e4chste Mal einmal mitbringen. (Ich habe nach der Pr\u00fcfung noch einmal kurz recherchiert und bin nicht auf CDL gesto\u00dfen. Vielleicht sollte es nur eine kleine Irritation sein oder ich kenne es einfach nicht.) Andere Drogen nahm er nicht.<\/p><p>Dann bin ich den\u00a0<strong>pathologischen Befund\u00a0<\/strong>durchgegangen nach dem Muster: formale Denkst\u00f6rungen, Bef\u00fcrchtungen und Zw\u00e4nge, Wahn, Sinnest\u00e4uschungen, Ich-St\u00f6rungen, affektive St\u00f6rungen, psychomotorische St\u00f6rungen, circadiane St\u00f6rungen, Sexualit\u00e4t.<\/p><p>Hieraus ergab sich, dass er sich aufdr\u00e4ngende Gedanken hat, dass er wieder krank ist. Ich konnte es aber von Wahn abgrenzen. Er recherchiert sehr viel im Internet und tauscht sich in Foren mit<br \/>anderen Menschen \u00fcber die Krankheit und seine \u00c4ngste aus. Er f\u00fchrt auch Listen von all seinen Medikamenten und Symptomen. Er lebt bei der Mutter in einem Zimmer und pflegt diese. Er hat kein Interesse an Sexualit\u00e4t und war nie verheiratet und hat auch keine Kinder.<\/p><p>Dann erhob ich noch den\u00a0<strong>somatischen Befund<\/strong>\u00a0und fragte nach weiteren k\u00f6rperlichen Beschwerden, bei denen sich nichts weiteres ergab.<br \/>Am Ende frage ich ihn noch, ob er mir noch etwas erz\u00e4hlen will, \u00fcber das wir nicht gesprochen haben. Das verneinte er. Daraufhin bedankte ich mich und wies ihn noch einmal darauf hin, dass er mir bitte zur n\u00e4chsten Sitzung seine Medikamentenliste und die Befunde der \u00c4rzte mitbringt.<\/p><p>Darauf meinte dann die Amts\u00e4rztin, dass wir das Rollenspiel nun verlassen und sie fragte mich, wie ich an die Befunde kommen kann, sollte er Patient sie nicht mitbringen. Darauf meinte ich, dass ich dann eine Schweigepflichtsentbindung ben\u00f6tige, um selbst bei den \u00c4rzten nachzufragen.<br \/>Danach fragte sie mich, wie ich die Intelligenz einsch\u00e4tzen kann bei einer Person. Da habe ich erstmal die Intelligenzminderung erkl\u00e4rt. Sie wollte aber einfach wissen, wie ich es erfrage. Ich meinte dann, dass ich nach dem Beruf der Person frage und es auch im Verlauf des\u00a0 Gespr\u00e4chs merke. Ich hatte vergessen, den Beruf zu erfragen, was ich dann auch anmerkte. Darauf meinte der Heilpraktiker freundlich, dass das ja nicht so schlimm w\u00e4re. Eine Diagnose wollten sie nicht von mir wissen.<\/p><p>Dann meinte die Amts\u00e4rztin schon, dass ich bestanden habe und ich dachte mir so, was jetzt schon? Es waren am Ende nur 20 Minuten. Sie fragten dann noch, was ich jetzt vor habe und w\u00fcnschten mir sch\u00f6ne Weihnachten. Es war auf jeden Fall alles sehr freundlich und wer in L\u00f6bau seine m\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie macht, braucht definitiv keine Sorgen haben.<\/p><h2>Pr\u00fcfungsprotokoll Nr. 7<\/h2><h3>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie Konstanz<\/h3><p><strong>Fragen zu meiner Pr\u00fcfung:<\/strong><\/p><p>1. Welche Pflichten nach der BOH gibt es f\u00fcr den Heilpraktiker f\u00fcr Psychotherapie? Welche Pflichten hat er\/sie gegen\u00fcber den Patienten? Welche weiteren Pflichten gilt es zu beachten?\u00a0<em>(Ausf\u00fchrliche Erl\u00e4uterung)<\/em><\/p><p>2. Motivationsf\u00f6rderung in der Therapie: Wie f\u00f6rdert man die Motivation des Patienten in der Therapie? Wie gestaltet man das Gespr\u00e4ch, um Motivation zu st\u00e4rken? Was ist genau zu beachten?<\/p><p><strong>3. Fallbeispiel:<\/strong><br \/>\u201eEs geht um eine 38 Jahre alte Frau, verheiratet, zwei Kinder (5 und 8 Jahre alt), Steuerfachangestellte. Sie wirkt gepflegt und orientiert, ist leicht \u00fcbergewichtig. Sie berichtet, dass das letzte Jahr sehr schwer f\u00fcr sie war. Ihre Mutter verstarb, dann hatte sie eine Blinddarm-Notoperation. Sp\u00e4ter bemerkte sie einen Knoten in der Brust, der sich als Brustkrebs herausstellte. Daraufhin hatte sie eine Chemotherapie und weitere drei Operationen. Sie f\u00fchlt sich nach all dem ausgelaugt und \u00fcberlastet, funktioniert nur noch wie ein Roboter. Sie hat nach wie vor Pflichten im Alltag, die sie pflichtbewusst \u00fcbernimmt.<br \/>Alle erwarten von ihr, dass sie nun wieder wie fr\u00fcher ist. Es gibt Spannungen in der Beziehung, finanzielle Sorgen. Sie berichtet, dass sie sich schuldig gegen\u00fcber ihren Kindern f\u00fchle, die w\u00e4hrend der Chemotherapie zur\u00fcckstecken mussten. Sie mache sich Sorgen \u00fcber<br \/>die Zukunft, \u00fcber ihr Leben und wie es weitergehen solle. Manchmal \u00fcberkomme sie der Gedanke, dass alles zuviel f\u00fcr sie sei. Sie habe \u00c4ngste \u00fcber viele Dinge im Alltag. Sie f\u00fchle sich st\u00e4ndig angespannt und k\u00f6nne sich kaum entspannen. Sie schlafe au\u00dferdem schlecht,<br \/>berichtet von Einschlafproblemen. Sie gibt zu, dass sie seit einiger Zeit Alkohol trinke, um sich zu beruhigen. Das hatte auch ihr Vater gemacht, der an den Folgen von Alkohol fr\u00fch verstarb.\u201c Was sind Ihre Gedanken zu diesem Fall?<\/p><p>Mir f\u00e4llt auf, dass die Frau zahlreiche au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen psychischer und physischer Art im vergangenen Jahr hatte. Darunter einen Todesfall, insgesamt vier Operationen, vermutlich einen Organverlust. Dann ging es bei der Krebsdiagnose bei ihr um<br \/>Leben oder Tod. Bei ihr zeigen sich als Reaktion darauf depressive Symptome. Daher ist hier zuerst die Suizidalit\u00e4t zu \u00fcberpr\u00fcfen, denn das hat vor allem Vorrang.<\/p><p>Pr\u00fcfer nickt. Was muss noch zu Beginn bedacht werden?<\/p><p>Ob sie organische Symptome hat, die von einem Arzt bzw. Facharzt untersucht werden sollten. Hier nehme ich aber an, dass sie aufgrund ihrer Krebsdiagnose in medizinischer Behandlung ist und dies von den \u00c4rzten \u00fcberpr\u00fcft wird.<\/p><p>Stimmt. Und wenn Sie sich die Symptome genauer ansehen?<\/p><p>Dann fallen mir viele depressive Symptome auf: \u201eAusgelaugt und \u00fcberlastet\u201c deutet auf Erm\u00fcdung und Ersch\u00f6pfung hin. \u201eFunktionieren wie ein Roboter\u201c deutet auf eine Antriebsminderung oder auf eine St\u00f6rung von Vitalfunktionen hin. Sie berichtet von<br \/>Schlafst\u00f6rungen und hat Schuldgef\u00fchle. Es zeigt sich bei ihr eine Anpassungsst\u00f6rung mit depressiver Reaktion oder eine echte Depression als Reaktion auf die Belastungen.<\/p><p>Wie finden Sie heraus, was davon zutrifft?<\/p><p>Ich pr\u00fcfe die diagnostischen Kriterien der Depression nach ICD10. Ich kann definitiv zwei oder Hauptsymptome erkennen, sowie Nebensymptome wie Schlafst\u00f6rung und Schuldgef\u00fchle. Da sie den Alltag noch meistert, w\u00e4re eine mittelgradige Depression in<br \/>Betracht zu ziehen.<\/p><p>Was k\u00f6nnte es noch sein?<br \/>Eine Anpassungsst\u00f6rung mit depressiver Reaktion, eine Dysthymie, double depression, odereine rezidivierende depressive St\u00f6rung. Hier m\u00fcsste man erfragen, ob sie in der Vergangenheit schon Depressionen hatte.<\/p><p>Wie genau lauten die Kriterien einer Depression nach ICD10, wenn es sich um eine leichte, mittelgradige oder schwere Depression handelt?<br \/>Aufz\u00e4hlen der Kriterien mit Anzahl pro Diagnose\u2026<\/p><p>Und was fehlt noch?<br \/>Ich \u00fcberlege \u2026 ach ja f\u00fcr eine Dauer von 2 Wochen. Die m\u00fcsste sie eigentlich nach ihren Schilderungen schon vorweisen.<\/p><p>Wenn sie ganz nach unten beim Fallbeispiel schauen\u2026<br \/>Au\u00dferdem f\u00e4llt mir am Ende der Alkoholkonsum auf. Es k\u00f6nnte sich um eine sekund\u00e4re Suchterkrankung &#8211; Alkoholabh\u00e4ngigkeit oder einen Alkoholmissbrauch handeln, wom\u00f6glich hat die Frau Schmerzen und m\u00f6chte sie durch Alkohol lindern. Oder aber sie m\u00f6chte ihre<br \/>Sorgen und \u00c4ngste damit bet\u00e4uben. Folglich m\u00fcsste man eine Depression als Folge von Substanzmissbrauch in Betracht ziehen. Auch ein Entzug w\u00e4re m\u00f6glich, da hierdurch ein Mangel an Serotonin entsteht.<\/p><p>Stimmt. Welche Unterscheidungen m\u00fcssten sie hier treffen?<br \/>Ich m\u00fcsste \u00fcberpr\u00fcfen, ob es sich bei ihr um einen sch\u00e4dlichen Gebrauch handelt. Dann w\u00e4ren psychische und physische Folgen durch den Alkohol nachweisbar. Oder sie erf\u00fcllt die<br \/>Kriterien eines Abh\u00e4ngigkeitssyndroms.<\/p><p>Die da w\u00e4ren\u2026<br \/>Aufz\u00e4hlen der Kriterien f\u00fcr Abh\u00e4ngigkeitssyndrom laut ICD 10: \u2026..<\/p><p>Das reicht. Bei der Frau treffen die Kriterien allerdings nicht zu. Was f\u00e4llt ihnen noch auf?<\/p><p>Sie berichtet von \u00c4ngsten und Sorgen. Es zeigen sich auch Symptome einer Angst: \u00c4ngste\u00fcber vieles im Alltag. Sie f\u00fchlt sich st\u00e4ndig angespannt und kann sich kaum entspannen. Auch die Einschlafst\u00f6rungen passen hier dazu. Das k\u00f6nnte auf eine Generalisierte Angstst\u00f6rung als Zweitdiagnose hindeuten, sofern sie diese schon 6 Monate hat. Oder auch auf Depression und Angst gemischt. Auch das w\u00e4re m\u00f6glich als Diagnose. Ich habe in den B\u00fcchern eher selten davon gelesen. Aber das macht Sinn bei ihr.<\/p><p>Was k\u00f6nnen Sie in Bezug auf Alkohol noch aus dem Fallbeispiel herauslesen?<\/p><p>Ihr Vater hatte ein Alkoholproblem. Sie ist vermutlich von Kindheit an mit Alkohol in der Familie aufgewachsen, hat es nicht als Problem, sondern als L\u00f6sung f\u00fcr Probleme kennengelernt. Durch Lernen am Modell k\u00f6nnte sie diese Verhaltensweise von ihrem Vater<br \/>\u00fcbernommen haben. Alkohol wirkt wie eine positive Verst\u00e4rkung oder bei ihr eher wie eine negative Verst\u00e4rkung, wenn sie dadurch Schmerzen lindert oder Sorgen untergr\u00e4bt.<\/p><p>Wie arbeiten Sie in Bezug auf den Alkoholkonsum mit ihr?<\/p><p>Ich w\u00fcrde psychoedukativ vorgehen. Ihr erkl\u00e4ren, dass Alkoholismus in der Gesellschaft missverst\u00e4ndlich mit Obdachlosigkeit gleichgesetzt wird. Tats\u00e4chlich bildet sich Alkoholismus schleichend \u00fcber verschiedene Phasen\u2026 [Ich erkl\u00e4re die erste und zweite<br \/>Phase von Jellinek].<\/p><p>In Ordnung, wenn sie zur\u00fcckgehen auf die Tatsache, dass sie bereits als Kind schon indirekt Kontakt zu Alkohol hatte. Was m\u00fcssten sie hier in der Arbeit mit ihr beachten?<\/p><p>Dass sie Alkohol als dysfunktionale Problembew\u00e4ltigungsstrategie anwendet. Mit ihr m\u00fcssten Alternativen erarbeitet werden, damit sie mit dem aktuellen Stress und der Belastung besser umgehen kann: Entspannungs\u00fcbungen, leichten Sport, die Freizeitgestaltung bewusster in den Blick nehmen bei all den Pflichten. Sie br\u00e4uchte auch<br \/>ganz dringend eine Hilfe f\u00fcr den Haushalt oder eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Alltag. Ihr Mann kann das offenbar nicht leisten, sonst g\u00e4be das diese Beziehungskrisen nicht. Was noch?<\/p><p>Ich \u00fcberlege\u2026<br \/>Konflikte in der Kindheit k\u00f6nnten eine Rolle spielen, die man bearbeiten m\u00fcsste\u2026<\/p><p>Stimmt. Auf lange Sicht w\u00e4re eine Aufarbeitung von kindlichen Konflikten f\u00fcr sie hilfreich.<\/p><p>Dazu sollte sie psychisch stabil genug und bereit dazu sein, also nicht direkt suizidal, denn hierbei werden aufdeckende Therapieverfahren angewandt.<\/p><p>Welche Verfahren k\u00e4men aus Ihrer Sicht hierbei in Frage?<br \/>Ich k\u00f6nnte mit den Methoden der Gespr\u00e4chstherapie nach Rogers verfahren. Erkl\u00e4rung:<br \/>Therapeutische Haltung, Paraphrasieren\/Verbalisieren. Ziel der Selbstaktualisierung.<\/p><p>Danke, das reicht. Sie haben vorhin von Suizidalit\u00e4t gesprochen. Wie erkennt man, objemand suizidal ist?<\/p><p>Beschreibung: 3 Phasen von P\u00f6ldinger, pr\u00e4suizidales Syndrom nach Ringel.<\/p><p>Was macht man genau, wenn ein Patient suizidal ist?<br \/>Bei Erw\u00e4gungs- und Ambivalenzstadium eine Krisenintervention durchf\u00fchren und beim Entschlussstadium ist eine Einweisung erforderlich. Erkl\u00e4rung: Ablauf der<br \/>Krisenintervention\u2026.<\/p><p>Unter welchen Bedingungen ist eine Einweisung notwendig?<\/p><p>Erkl\u00e4ren der gesetzlichen Rahmenbedingungen des Unterbringungsrechts PsychKHG BW<br \/>sowie \u00a734 StGB\u2026<\/p><p>Eine letzte Frage: was kann man beim Thema Suizidalit\u00e4t alles falsch machen?<\/p><p>Im Entschlussstadium wirken manche Patienten gel\u00f6st. Dies kann als \u00dcberwindung der Suizidalit\u00e4t missverstanden werden. Daher sollte ich die Mimik und Gestik des Patienten und seine Umst\u00e4nde genau im Blick haben. Kenne ich den Patienten schon l\u00e4nger, dann wird mir<br \/>das bestimmt au\u01afallen. Ist der Patient neu, dann kann das tr\u00fcgerisch sein. Wirkt der Patient in seiner Mimik versteinert, dann kann auch das ein Hinweis sein, den man aber falsch als geringe Psychomotorik im Rahmen einer Depression interpretiert. Man m\u00fcsste also genauer<br \/>nachhaken, nachfragen und auf die \u00c4u\u00dferungen des Patienten eingehen.<\/p><p>Wie k\u00f6nnten sie es relativ schnell herausfinden?<\/p><p>Ich frage nach den Pl\u00e4nen des Patienten. Hat er keine konkreten Pl\u00e4ne, wie er in kommender Zeit seinen Alltag verbringen m\u00f6chte, dann ist das ein Alarmsignal.<\/p><p>Ich meinte eigentlich andere Pl\u00e4ne\u2026<\/p><p>Ich \u00fcberlege .. ach nat\u00fcrlich, es geht auch darum, ob er selbst schon konkrete Pl\u00e4ne \u00fcber seinen Suizid hat, wie ich vorhin schon erw\u00e4hnt habe. Das m\u00fcsste man direkt ansprechen.<\/p><p>Danke, das war\u2019s.<\/p><p>Und damit war meine m\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie bestanden.<\/p><h2>Pr\u00fcfungsprotokoll Nr. 8<\/h2><h3>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie L\u00f6bau\/Sachsen<\/h3><p>Nachdem meine Unterlagen von der Mitarbeiterin des Gesundheitsamts \u00fcberpr\u00fcft wurden, ging es in den Pr\u00fcfungsraum. Die Atmosph\u00e4re war freundlich-neutral. Die Pr\u00fcfung wurde von der Amts\u00e4rztin abgenommen. Ein Heilpraktiker f\u00fcr Psychotherapie spielte einen 68-j\u00e4hrigen Mann mit starker Eifersucht, der seine Frau kontrollierte. Der Rollenspielmodus kam mir sehr entgegen, weil ich zum Zeitpunkt der \u00dcberpr\u00fcfung bereits seit zwei Jahren als Paarberaterin t\u00e4tig war und Erstgespr\u00e4che zu meiner Arbeitsroutine geh\u00f6ren, auch wenn diese anders ablaufen als hier. Ich durfte mir in zwei Minuten eine Struktur f\u00fcr das Gespr\u00e4ch notieren.<\/p><p>Zun\u00e4chst begr\u00fc\u00dfte ich den Klienten und machte etwas Small Talk. Ich erkl\u00e4rte ihm den Ablauf, dass ich mir Notizen mache und f\u00fcr dieses Setting die Schweigepflicht gilt. F\u00fcr das Ende k\u00fcndigte ich an, dass wir da besprechen werden, wie es weitergehen kann. Ich bat ihn, sich vorzustellen (ehemaliger Kripobeamter in Rente, verheiratet, erwachsene Kinder und Enkel) und von seinem Thema zu berichten (starke Eifersucht). Ich ging in die Exploration (wann zeigt sich das Thema etc.) und schloss die klassischen Fragen nach Dauer (3-5 Jahre) und Belastungseinsch\u00e4tzung an (eine 8 auf einer Skala von 0 bis 10), kl\u00e4rte hier auch gleich die Frage nach Suizidalit\u00e4t (was er verneinte).<\/p><p>Ich stellte dann Fragen zur Krankheitsgeschichte: bisherige psychotherapeutische Behandlung (keine), psychische Erkrankungen in der Familie (keine bzw. unbekannt), k\u00f6rperliche Erkrankungen (Schuppenflechte), Medikamente (Cortison), Befunde k\u00f6nne er beim n\u00e4chsten Mal mitbringen, Ern\u00e4hrungsgewohnheiten (mehrheitlich vegetarisch), Unf\u00e4lle, Operationen (beides o.B.). Lediglich Alkohol war auff\u00e4llig (ein mal pro Woche f\u00fcnf gro\u00dfe Bier nach dem Kegeln, hier explorierte ich die Suchtkriterien, die er aber nicht erf\u00fcllte), Rauchen und Drogen wurden verneint.<\/p><p>Danach ging ich den psychopathologischen Befund durch, so wie ich ihn f\u00fcr dieses Setting vorbereitet hatte. Ich erkl\u00e4rte vorab, dass viele Fragen nicht auf ihn zutreffen werden, ich sie aber f\u00fcr ein vollst\u00e4ndiges Bild dennoch stellen muss. Ich erfragte Bewusstsein, Orientierung, Aufmerksamkeit und Ged\u00e4chtnis, formale Denkst\u00f6rungen, \u00c4ngste und Zw\u00e4nge etc. Alles war unauff\u00e4llig. Lediglich Sexualit\u00e4t wurde von selbst als ein Konfliktbereich mit der Frau benannt, weil dieser seine Eifersucht zu schaffen mache und darunter die Paarsexualit\u00e4t leide. Als ich mit dem Befund durch war, sagte ich dies der Amts\u00e4rztin und fragte sie, was ich noch machen soll. Sie fragte mich, wie ich mit Suizidalit\u00e4t umgehen w\u00fcrde. Ich erkl\u00e4rte ihr die Interventionen anhand der unterschiedlichen Stadien. Hier empfand ich es als sehr hilfreich, dass ich \u2013 bis auf die Entschlussphase \u2013 sch\u00f6n h\u00e4ufiger entsprechende Gespr\u00e4che in meiner T\u00e4tigkeit als Paarberaterin gef\u00fchrt habe und ganz frei mein Vorgehen erkl\u00e4ren konnte.<\/p><p>Eine Verdachtsdiagnose musste ich nicht stellen, auch wurde keine Erkl\u00e4rung f\u00fcr mein weiteres Vorgehen erwartet. W\u00e4re dies so gewesen, h\u00e4tte ich auf als Diagnose Folgen von sch\u00e4dlichem Alkoholkonsum oder auf eine wahnhafte St\u00f6rung getippt und entsprechend mit Psychoedukation zur Reduktion des Alkohols motiviert, eine Paartherapie zur Aufarbeitung der Konflikte mit der Frau empfohlen und bei einer wahnhaften St\u00f6rung zur psychiatrische Abkl\u00e4rung motiviert. (Was ich eingangs ohnehin getan habe.)<\/p><p>Die Amts\u00e4rztin sagte dann: \u201eHerzlichen Gl\u00fcckwunsch, Sie haben bestanden!\u201c Dann noch Small Talk, was ich jetzt machen werde. Das Ganze dauerte 35 min, was mir wegen des Rollenspiels aber viel k\u00fcrzer vorkam. Ich hatte mich sehr ausf\u00fchrlich auf die h\u00e4ufigsten Krankheitsbilder nach ICD-10, auch auf Rechtliches und viel Drumherum vorbereitet und hatte im Anschluss das Gef\u00fchl, dass ich over-prepared f\u00fcr diese Art der Pr\u00fcfung war. Mit dem psychopathologischen Befund und entsprechend drauf geschafften Fragen f\u00e4hrt man hier sehr gut. Andererseits h\u00e4tten ja auch klarere St\u00f6rungsbilder auftauchen k\u00f6nnen, die ich dann gut h\u00e4tte explorieren k\u00f6nnen. Insgesamt war ich froh, dass es nicht quer durch den Gem\u00fcsegarten ging, wie es in anderen Bundesl\u00e4ndern \u00fcblich zu sein scheint. Diese Pr\u00fcfung ist sehr machbar.<\/p><h2>Pr\u00fcfungsprotokoll Nr. 9<\/h2><h3>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie Bayern<\/h3><p>Ich habe l\u00e4nger gewartet vor dem administrativen B\u00fcro des Gesundheitsamtes. Dort wies ich mich mit meinem Personalausweis aus. Eine sehr freundliche Dame des Gesundheitsamtes \u2013 auch sp\u00e4ter Protokollantin \u2013 holte mich ab und brachte mich vor den Pr\u00fcfungsraum.<\/p><p>Es wurden die Ausbildungs- und Weiterbildungszertifikate mit hereingenommen. Eine gef\u00fchlte Ewigkeit sp\u00e4ter wurde ich hereingeholt. Die Beisitzer (2) und die Psychiaterin und sa\u00dfen direkt auf der anderen Seite des Tisches. Sehr freundliche Atmosph\u00e4re.<\/p><p>Rasante und kurze Runde des Vorstellens begann. Ich habe mich etwa innerhalb einer Minute vorgestellt. Ich habe zugegeben, dass ich jetzt doch sehr aufgeregt bin, weil der Pr\u00fcfungstag ein wichtiges Event f\u00fcr meinen beruflichen Wunschwerdegang sei. Das vorherige Angestelltenverh\u00e4ltnis ist bereits von meiner Seite aus gek\u00fcndigt worden. Ich wurde weder gefragt mit welchen Klienten ich in Zukunft arbeiten m\u00f6chte noch, was mein therapeutischer Schwerpunkt werden wird. Wahrscheinlich klang ich sehr \u00fcberzeugt und zielstrebig.<\/p><p>Es ging direkt los mit den Fragen der Psychiaterin. Die Uhr tickte im Hintergrund. \u00a0Zuerst ein Fall.<\/p><ol><li><em>Ein erfolgreicher junger Mann 35 Porsche Fahrer hatte vor Monaten einen Unfall, dabei erlitt sein Auto einen Totalschaden. Der Unfall ging glimpflich aus. Ihm passiert nichts, seine Freundin auf dem Beifahrersitz muss im Krankenhaus behandelt werden. Sie hat Verletzungen im Gesicht -nicht lebensbedrohlich &#8211; aber ihre Sch\u00f6nheit beeinflussend. Er kommt zu ihnen in die Praxis und bittet sie um Rat. Was sind Ihre Gedanken dazu?<\/em><\/li><\/ol><p>Ich durfte mir theoretisch Notizen machen, davon habe ich aber nicht Gebrauch gemacht.<\/p><p>Ich habe laut gedacht und habe die Belastungsreaktionen genannt &#8211; teilweise ausgeschlossen wegen dem Zeitkriterium. Ich fragte nach Alptr\u00e4umen und Flashbacks und seinem Befinden und seinen konkreten Sorgen. Ich stellte die Diagnose narzisstische Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung. Der junge Mann macht sich Sorgen wegen seiner sch\u00f6nen Frau nicht mehr bewundert zu werden.<\/p><ol start=\"2\"><li><em>Was macht eine narzisstische Pers\u00f6nlichkeit aus?<\/em><\/li><\/ol><p>Ich habe die Kriterien genannt<\/p><ol start=\"3\"><li><em>Welche Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen kennen sie noch? bitte umrei\u00dfen Sie diese?<\/em><\/li><\/ol><p>Ich habe die Cluster der DSM 5 genannt und die einzelnen Pers\u00f6nlichkeiten kurz beschrieben.<\/p><ol start=\"4\"><li><em>Kommen wir zu den Suchterkrankungen: was sind die Kriterien der Alkoholabh\u00e4ngigkeit?<\/em><\/li><\/ol><p>Ich erkl\u00e4rte den Aufbau und die Struktur der F 1 kurz und knapp. Dann nannte ich die Abh\u00e4ngigkeitskriterien. Sie unterbrach mich bei der Aufz\u00e4hlung und sagte es gen\u00fcge ihr.<\/p><ol start=\"5\"><li><em>Wenn Sie vorhin die DSM 5 genannt haben, k\u00f6nnen Sie mir vielleicht sagen, was die Neuerungen der ICD 11 zum Thema Abh\u00e4ngigkeit sind?<\/em><\/li><\/ol><p>Ich sagte, ich kenne viele Neuerungen der ICD 11, aber das Kapitel F 1 hab ich nicht konkret auf dem Schirm. Es wird viel zusammengefasst, aber was genau kann ich Ihnen nicht sagen. Missbr\u00e4uchlicher Gebrauch und Abh\u00e4ngigkeit wird, glaube ich, nicht mehr getrennt, sondern es gibt generell Abstufungen des Konsums.<\/p><p>Sie sagte: so \u00e4hnlich, es ist aber nicht pr\u00fcfungsrelevant, machen Sie sich keinen Stress! Seit der ICD 11 habe sie gelernt, dass sogar Atmen eine Sucht sei.<\/p><p>Ich habe gesagt, das hat mich jetzt neugierig gemacht, das muss ich nochmals \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p><p>Nun kam der erste Beisitzer:<\/p><ol><li><em>K\u00f6nnen Sie mir sagen, was so ein psychologischer Psychotherapeut macht?<\/em><\/li><li><em>Sind sie in der gleichen Position? D\u00fcrfen Sie sich Psychotherapeut nennen?<\/em><\/li><li><em>Was ist denn der Unterschied zwischen Ihnen, dem psychologischen Psychotherapeuten und einen Psychiater?<\/em><\/li><li><em>In welchem Gesetz steht das denn?<\/em><\/li><li><em>Wer darf denn noch Psychotherapie anbieten?<\/em><\/li><li><em>Basierend auf welchem Gesetz arbeiten Sie?<\/em><\/li><\/ol><p>Er wollte das Heilpraktikergesetz h\u00f6ren und dessen Inhalt. Er hat mich ein wenig durcheinandergebracht durch seine Art Fragen zu stellen. Er fragte oft skeptisch nach, was mich sehr verunsicherte. Wo steht denn das? Aha, das haben Sie daraus gelesen?<\/p><ol start=\"7\"><li><em>Was d\u00fcrfen Sie denn nicht?<\/em><\/li><\/ol><p>Hier habe ich ein paar Verbote aufgez\u00e4hlt.<\/p><ol start=\"8\"><li><em>Was ist denn Ihre Pflicht? Welches Gesetz ist denn wichtig?<\/em><\/li><\/ol><p>Da wollte er unbedingt das Patientenrechtegesetz h\u00f6ren und den Inhalt. Wo es genau steht.<\/p><p>Ich nannte den Paragraph 630 BGB, den Inhalt des Patientenrechtegesetzes und den Behandlungsvertrag im Detail.<\/p><p>Da sagte er: Na das wollte ich wissen, da kommt es ja noch\ud83d\ude0a<\/p><ol start=\"9\"><li>die n\u00e4chste Frage war:\u00a0<em>Erkl\u00e4ren sie die Schizoaffektive St\u00f6rung.<\/em><\/li><li><em>Welche Medikamente bekommt eine solche Person?<\/em><\/li><li><em>Was ist denn der Vorteil einer Depotspritze?<\/em><\/li><\/ol><p>Dann sagte er, das sei nicht pr\u00fcfungsrelevant, weil ich dann passen musste. Ich konnte ihm nicht genau sagen, in welchem Turnus die Depotspritze gespritzt wird und wie lange die Therapie mit einer Depotspritze dauert. Ich habe ihm gesagt, dass kann er mir nach der Pr\u00fcfung nochmal kurz erkl\u00e4ren. Es ging ihm darum, die Non Compliance der Patienten zu umgehen und zu vermeiden, dass der Klient die Einnahme vergisst.<\/p><ol start=\"12\"><li><em>Was machen Sie mit einem solchen Patienten?<\/em><\/li><\/ol><p>Da wollte er h\u00f6ren, dass ich ihn zu einem Psychiater schicke, nachdem er eingestellt ist und die akute Psychose vorbei ist, kann ich begleitend mit ihm arbeiten.<\/p><p>Dann kam der zweite Beisitzer.<\/p><ol><li>E<em>s gab ein Rollenspiel: ein Klient, den ich schon seit mehreren Sitzungen kenne, sitzt in der siebten Stunde in meiner Praxis. Innerhalb der Therapie konnte ich Depressionen diagnostizieren. Ich solle die Suizidalit\u00e4t explorieren. Er m\u00f6chte allerdings kein P\u00f6ldinger und Ringel erkl\u00e4rt bekommen.<\/em><\/li><\/ol><p>Ich fragte den Klienten wie es ihm ginge. Er wirkte auf mich stimmungsm\u00e4\u00dfig ok. Da setze ich an. Ich fragte ihn was hat sich ver\u00e4ndert zwischen unserer letzten Therapiestunde und unserer heutigen Sitzung? Gab es Vorf\u00e4lle? Er wirkt ruhiger und gleichg\u00fcltiger auf mich, ob dies einen Grund habe. Ich w\u00fcrde ihn ja schon l\u00e4nger kennen und ich mach mir Sorgen.<\/p><p>Dann habe ich eine Skalierungsfrage gestellt. 0 ich bin nicht suizidal, 10 ich springe sofort aus dem Fenster. Da war er bei einer 7,5.<\/p><p>Ich sagte ihm ich m\u00f6chte ihn morgen wieder sehen und bis dahin haben wir gemeinsam einen Anti Suizid Vertrag vorbereitet und die Inhalte festgelegt.<\/p><ol start=\"2\"><li><em>Der junge Mann ist depressiv. Welche Kriterien gibt es f\u00fcr eine schwere depressive Episode?<\/em><\/li><li><em>Was machen Sie mit dem Klienten?<\/em><\/li><\/ol><p>Ich z\u00e4hlte die Kriterien auf, erkl\u00e4rte das Somatisches Syndrom. Ich musste nicht alle Kriterien nennen. Er sagte, danke das reicht mir. Ich sagte er wird eingestellt vom Psychiater mit Antidepressiva.<\/p><ol start=\"4\"><li><em>Wo kommt \u00fcberall Wahn vor und in welchen Formen?<\/em><\/li><\/ol><p>Ich nannte die F Kategorien und Krankheitsbilder, bei denen Wahn eine Rolle spielt und differenzierte die Wahnformen der einzelnen St\u00f6rungen<\/p><ol start=\"5\"><li><em>Sie kennen sicherlich die Elementarfunktionen vom psychopathologischen Befund? Ich m\u00f6chte, dass Sie anhand der Manie alle Elementarfunktionen durchgehend mit dem Bezug zu den Symptomen der Manie.<\/em><\/li><\/ol><p>Ich erkl\u00e4rte, dass ich zu einer Diagnostik die Anamnese, den psychopathologischen Befund und die ICD 10 zur Hilfe nehme. Ich habe kurz den psychopathologischen Befund erkl\u00e4rt und bin dann auf die einzelnen Elementarfunktionen und deren Auswirkungen bei der Manie eingegangen.<\/p><p>Die Zeit war dann somit um.<\/p><p>Die Atmosph\u00e4re empfand ich als sehr freundlich, humorvoll, strukturiert und bestimmt, aber sehr fair. Spannend ist es, sich auf alle 3 Pr\u00fcfer jeweils erneut einzustellen.<\/p><p>In einer solch kurzen Zeit l\u00e4sst sich nur ein kleines bisschen Wissen abfragen, aber es ging bunt durch den Gem\u00fcsegarten. Es geh\u00f6rt sicherlich auch ein Qu\u00e4ntchen Gl\u00fcck dazu, dass die Fragen gestellt werden, die einem liegen.<\/p><p>Sie holten mich wieder rein, ich kann jetzt feiern gehen, Gl\u00fchwein trinken. Ich h\u00e4tte mir mein Weihnachtsgeschenk soeben beschert.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ccff368 e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"ccff368\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d97a96b e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"d97a96b\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-51ef413 e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"51ef413\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6a5950c elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"6a5950c\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Pr\u00fcfungsprotokoll Nr. 10 Sachsen<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-267d182 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"267d182\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychoterapie Sachsen\/L\u00f6bau<\/p><p class=\"MsoNormal\">Die Pr\u00fcfung fand mit der Amts\u00e4rztin, der Sachbearbeiterin und einem Heilpraktiker statt.<\/p><p class=\"MsoNormal\">Die Stimmung war freundlich neutral. Der Heilpraktiker schilderte mir einen Fall: \u201eZu Ihnen kommt eine 67j\u00e4hrige Frau, die sich seit einiger Zeit kraftlos f\u00fchlt. Sie pflegt Ihre 94j\u00e4hrige Mutter, die ihr gegen\u00fcber sehr dominant auftritt. Die Patientin hat noch einen Bruder, der aber in die Pflege nicht involviert ist. Ihr Mann schickt sie nun zu Ihnen, da es so nicht mehr weitergehen kann.\u201c Ich hatte 2 Minuten Zeit, um mir etwas zu notieren und sollte dann mit der Patientin ein Erstgespr\u00e4ch f\u00fchren.<\/p><p class=\"MsoNormal\">Ich notierte mir Stichpunkte f\u00fcr meine Anamnese (Name, Alter, Anliegen, Zeitkriterium\/Wiederholung, organische Abkl\u00e4rung\/letzte medizinische Untersuchungen, Medikamenteneinnahme), Familienanamnese, Sozialanamnese, Substanzkonsum, die Oberthemen zum Psychopathologischen Befund und abschlie\u00dfend Suizidalit\u00e4t und Aggressivit\u00e4t.<\/p><p class=\"MsoNormal\">Ich habe dann, vor dem eigentlichen Rollenspiel gefragt, ob mir im ersten Eindruck etwas aufgefallen sein k\u00f6nnte, eine Gangunsicherheit oder Auff\u00e4lligkeiten im Allgemeinzustand. Hier erhielt ich die Information, dass die Frau einen roten Ausschlag im Gesicht hat. Ich bin dann in das Rollenspiel eingestiegen, in dem ich der imagin\u00e4ren Patientin etwas zu trinken angeboten habe und mich erkundigt habe, ob sie den Weg gut gefunden hat und ob sie jemand begleitet hat. Ich bin dann nach und nach meine Anamnese durchgegangen und habe sehr detailliert zur aktuellen Situation, Symptomen, Zeit, Verst\u00e4rker usw. gefragt. Bei den Medikamenten habe ich mir noch den Namen des Schilddr\u00fcsenmedikaments und Dosis nennen lassen (ich wusste, dass direkte Nachfragen, ob es sich um eine Unter- oder \u00dcberfunktion handelt, nicht gern gesehen sind und erwartet wird, dass Medikamente dem Krankheitsbild zugeordnet werden k\u00f6nnen). Bei der Abfrage zu Alkohol habe ich nochmal mehrfach freundlich nachgefragt. F\u00fcr den Pathologischen Befund habe ich im Vorfeld zu jeder Elementarfunktion gute und passende Fragen \u201eauswendig gelernt\u201c, um nicht ins straucheln zu kommen. Das hat auch gut funktioniert. Im Laufe des Rollenspiels habe ich den Hinweis mit der R\u00f6tung im Gesicht komplett vergessen. Das wurde netterweise noch einmal erw\u00e4hnt, als ich abschlie\u00dfend nachgefragt habe, ob es noch etwas gibt, wor\u00fcber wir noch nicht gesprochen haben oder von dem die Patientin denkt, ich habe es noch nicht ganz verstanden. Ich habe dann noch einmal sehr viel zu diesem Ausschlag befragt.<\/p><p>\u00a0<\/p><p class=\"MsoNormal\">Ich habe dann der Pr\u00fcfungskommission mitgeteilt, dass ich mit dem Erstgespr\u00e4ch fertig bin. Ich wurde dann gefragt, was ich mit der Patientin nun mache. Ich habe gesagt, dass ich sexualtherapeutisch arbeiten m\u00f6chte und daher die Patientin verweisen w\u00fcrde, da ich vermute, dass es sich um eine somatische Erkrankung handelt. Ich habe dann geeignete Therapieoptionen bei somatischen St\u00f6rungen benannt und gesagt, dass es sinnvoll w\u00e4re, im zweiten Gespr\u00e4ch einen BDI zu erheben und ein Augenmerk auf m\u00f6glichen Schmerzmittelmissbrauch zu legen. Ich wurde anschlie\u00dfend gefragt, was das Heilpraktikergesetz besagt, und dann wurde mir das Bestehen mitgeteilt. Zumindest an diesem Tag waren die Pr\u00fcfungen halbst\u00fcndig angesetzt. Der Pr\u00fcfungszeitraum ist also sehr \u00fcberschaubar und es lohnt sich, eine Armbanduhr dabei zu haben.\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-298bdd4 e-con-full e-flex e-con e-child\" data-id=\"298bdd4\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-493ea69e e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"493ea69e\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie M\u00fcndliche Pr\u00fcfung Heilpraktiker Psychotherapie &#8211; auf dieser Seite stellen wir aktuelle Pr\u00fcfungsprotokolle vor, die uns AKST-AbsolventInnen 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