Psychiatrie und Sexualtherapie

Psychiatrie und Sexualtherapie- Fortbildung Sexualtherapie
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Psychiatrie und Sexualtherapie

Fortbildung Sexualtherapie-
6. Wochenende
Psychiatrie und Sexualtherapie

Sexuelle Störungen können in das Gebiet der Psychiatrie reichen: so z.B. exhibitionistische oder voyeuristische Handlungen, Pädophilie oder Trieb zur sexuelle Nötigung und Vergewaltigung. Für die eigene therapeutische Haltung ist es wichtig, sich auch schwierigen Patienten gegenüber einfühlsam zu verhalten. Dafür ist es wichtig, sich von traditionellen, wertenden Vorstellungen wie etwa dem Konzept von der „Perversion“ distanzieren zu können.

Aber auch abgesehen von solchen extremen Fällen ist es wichtig, die wichtigsten psychiatrischen Krankheitsbilder auch in der Sexualtherapie zu kennen, um dann geeignete medizinische Hilfe weiterempfehlen zu können. So kann es durchaus sein, dass sich hinter dem Anfangssymptom sexueller Unlust ein Anfangsstadium von Schizophrenia simplex verbirgt.

Wichtig ist es zum Beispiel, das Phänomen „Wahn“ als Folge unterschiedlichster Ursachen einordnen zu können: In Frage kommen unter anderem Drogenmissbrauch, eine akute psychotische Episode, eine wahnhafte Manie oder wahnhafte Depression und paranoide Schizophrenie.

Relativ häufig begegnen in der Sexualtherapie auch Patienten und Patientinnen mit einer Borderline-Störung, die oft gekennzeichnet ist von tiefer Sehnsucht nach einer engen und dauerhaften Beziehung. Da Menschen mit Borderline-Störung in ihrer Kindheit oft nicht erfahren konnten, was die Geborgenheit in einer Familie bedeutet (inkl. aller Aufs und Abs, die im Alltag dazugehören), haben oft unrealistische Erwartungen an eine Beziehung.

Das kann in einer Beziehung dazu führen, dass die Vorzüge des Partners bzw. der Partnerin zunächst völlig überhöht positiv gesehen werden mit der Folge einer um so tieferen Enttäuschung, wenn der Partner bzw. die Partnerin diese hohen Erwartungen später nicht auf Dauer erfüllen kann. Von daher erklärt sich, dass Beziehungen, auch wenn sie mit großen Erwartungen begonnen wurden, oft nicht sehr lange anhalten.

Neben einer speziellen Therapie mit dem Ziel des Spannungsabbaus (und ggf. auch der Traumaverarbeitung) für den Borderline-Patienten bzw. die Borderline Patientin, kann also auch eine paartherapeutische bzw. sexualtherapeutische Begleitung sinnvoll sein.

Lernziele

  • Diagnostische Kenntnisse und Instrumentarien zur Beurteilung von psychiatrischen Störungsbildern
  • Wissen um die unterschiedlichen Ursachen des Phänomens „Wahn“
  • Verständnis für die besonderen Bedürfnisse von Patienten mit Borderline-Störung
  • Grundverständnis für den Ansatz der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), nach Marsha Linehan

Praktische Übungen

Auch bei diesem Wochenende sind praktische Übungen wesentlicher Bestandteil der Fortbildung:

  • Übungen in Kleingruppen zum diagnostischen Gespräch
  • Übung von Beratungsgesprächen im Rollenspiel
  • Vertiefung praktischer Kenntnisse in der Gesprächstherapie nach Carl Rogers

Persönlichkeitsstörungen-
Fallbeispiele und weitere Informationen

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7. Wochenende: Trauma und Sexualtherapie

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    Akademie für Sexualtherapie (AKST)
    Dr. rer. biol. hum. Michael Petery
    Schlossparkpassage 3

    98646 Hildburghausen

    Tel. 03685/7124029

    michael@petery.eu

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