Psychiatrie und Sexualtherapie

Psychiatrie und Sexualtherapie- Fortbildung Sexualtherapie
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Psychiatrie und Sexualtherapie

Fortbildung Sexualtherapie-
6. Wochenende
Psychiatrie und Sexualtherapie

Sexuelle Störungen können in das Gebiet der Psychiatrie reichen: so z.B. exhibitionistische oder voyeuristische Handlungen, Pädophilie oder Trieb zur sexuelle Nötigung und Vergewaltigung. Für die eigene therapeutische Haltung ist es wichtig, sich auch schwierigen Patienten gegenüber einfühlsam zu verhalten. Dafür ist es wichtig, sich von traditionellen, wertenden Vorstellungen wie etwa dem Konzept von der „Perversion“ distanzieren zu können.

Aber auch abgesehen von solchen extremen Fällen ist es wichtig, die wichtigsten psychiatrischen Krankheitsbilder auch in der Sexualtherapie zu kennen, um dann geeignete medizinische Hilfe weiterempfehlen zu können. So kann es durchaus sein, dass sich hinter dem Anfangssymptom sexueller Unlust ein Anfangsstadium von Schizophrenia simplex verbirgt.

Wichtig ist es zum Beispiel, das Phänomen „Wahn“ als Folge unterschiedlichster Ursachen einordnen zu können: In Frage kommen unter anderem Drogenmissbrauch, eine akute psychotische Episode, eine wahnhafte Manie oder wahnhafte Depression und paranoide Schizophrenie.

Thematische Schwerpunkte dieses Wochenendes sind psychische Störungsbilder, die nicht in traumatischen Erfahrungen und Verhaltensmustern der Kindheit wurzeln, sondern vor allem eine genetische oder epigenetische Ursachenkomponente besitzen. Dazu gehören vor allem:

1. Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen (ICD-10 F2)

2. Entwicklungsstörungen (ICD-10 F8), insbesondere Autismus und Asperger-Syndrom

3. Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (ICD-10 F9), insbesondere ADHS

Auch wenn Störungen in diesen Bereichen in der sexualtherapeutischen Praxis weniger häufig auftreten als z.B. Depressionen oder Zwangsstörungen, ist es wichtig, sich auch in diese Gebiete gründlich einzuarbeiten.

Die Diagnosekriterien der Schizophrenie sollte jeder Mensch, der im therapeutischen Bereich arbeitet, sehr gut kennen, um Behandlungsfehler zu vermeiden und entsprechende psychiatrische Hilfe anfordern zu können (außerdem ist Schizophrenie eines der beliebtesten Prüfungsthemen im Rahmen der Überprüfung durch das Gesundheitsamt!). Asperger-Syndrom und ADHS begegnen immer wieder in der sexualtherapeutischen Praxis bei Paartherapien als entscheidende Ursache für vielfältige Missverständnisse, die allein durch moderierende Gesprächsführung nicht gelöst werden können.

Lernziele

  • Diagnostische Kenntnisse und Instrumentarien zur Beurteilung von psychiatrischen Störungsbildern
  • Wissen um die unterschiedlichen Ursachen des Phänomens „Wahn“
  • Kenntnis der wichtigsten Entwicklungsstörungen und Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

Praktische Übungen

Auch bei diesem Wochenende sind praktische Übungen wesentlicher Bestandteil der Fortbildung:

  • Übungen in Kleingruppen zum diagnostischen Gespräch
  • Übung von Beratungsgesprächen im Rollenspiel
  • Diagnostische Instrumente zum Erkennen von Asperger-Syndrom und ADHS
  • Vertiefung praktischer Kenntnisse in der Gesprächstherapie nach Carl Rogers

Persönlichkeitsstörungen-
Fallbeispiele und weitere Informationen

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7. Wochenende: Trauma und Sexualtherapie

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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery
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Tel. 03685/7124029

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